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Kategorie: KG_alle

Neue Pröpstin in Königslutter

Einführung von Frau Katja Witte-Knoblauch am 22.02.2026 um 15 Uhr in der Stadtkirche

Pröpstin Katja Witte-Knoblauch (Bild: Asmus)

Seit dem 1. Januar dieses Jahres bin ich bereits offiziell Ihre neue Pröpstin – und habe bereits einige Kirchen­verordnete sowie Kolleginnen und Kollegen des Haupt­amts kennen­lernen dürfen. Ich wurde zu einem ersten Glas Sekt eingeladen, um auf die neu gegründete Kirchen­gemeinde Königslutter-Nord-Elm anzustoßen, nachdem ich meine Aufgabe, die konstituierende Sitzung der fusionierten Gemeinde zu leiten, erfüllt hatte. Und bei einem ersten Besuch in Flechtorf habe mich am Weihnachts­baum in der Heilig-Kreuz-Kirche aus dem nachbar­lichen Garten erfreuen dürfen. Der Empfang in meinem nun zweiten Propstei­büro war sehr herzlich – und über­haupt macht es Freude, die bekannte Aufgabe nun in noch unbekannten Kontexten neu angehen zu dürfen.

Und das unter dem beflügelnden Wort der Jahres­losung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ aus dem Buch der Offenbarung.

„Beflügelnd?“, mögen Sie fragen, schließlich neigen wir Menschen nur auch dazu, Veränderungen freudig zu begrüßen. Viel öfter taugen uns die gewohnten Kleider, da weiß man, was man hat. Veränderungen sieht manch einer eher mit Sorge entgegen – im Privaten, im Beruf­lichen, im Ehren­amt. Wie wird es werden? Was wird mein Teil in dem Neuen sein? Wird es für die meinen und mich besser oder schlechter sein?

Viele Veränderungen stehen an – und meine Aufgaben­beschreibung als Pröpstin zählt bereits dazu. Zunächst bin ich laut Urkunde bis zum 31.12.2029 als Ihre Interims­pröpstin einge­setzt. Zu meinen Aufgaben gehört neben den Angelegen­heiten Ihrer Propstei auch, all das zu begleiten, was sich derzeit im Entstehen neuer kirchlicher Strukturen auf Propstei-, Kirchen­­verbands- und Gemeinde­ebene befindet. Gleich­zeitig bleibe ich Pröpstin der Propstei Helmstedt. Was ich abge­geben habe, um diese Funktionen erfüllen zu können, sind die Aufgaben des Gemeinde­pfarramtes.

Im Beteiligungs­prozess des vergangenen Jahres habe ich viel von Sorgen gehört, und Unmut, unter veränderten Bedingungen noch mitzutun. Ich kann das gut ver­stehen, schließlich war die Kirche, in der ich groß geworden bin, für die ich ein ziemlich umfang­reiches Studium mit anschließendem Vikariat absolviert habe und in für die ich oft für ganz verschiedene Aufgaben umgezogen bin und mich auf neues einge­lassen habe, eine Kirche, in der auch ich gern war. Eine Kirche, die gut war.

So startete ich nach Bank­ausbildung und Studium mit dem Vikariat in der Stadt Oldenburg, meine erste Stelle im Probe­dienst habe ich in einem Stadtteil Nordenhams angetreten und nach meiner Eheschließung mit einem Braunschweiger in den Dorfgemeinden Opperhausen, Olxheim, Rittierode und Ahlshausen/ Sievershausen fortgesetzt, nachdem ich zunächst für eine kurze Zeit zur Mithilfe in Nansen, Ammensen und Stroit war. Dann ging es an den Braunschweiger Dom als Dompfarrerin und schließlich nach Helmstedt, um das Amt der Pröpstin anzutreten. Diesem zugeordnet war bis Ende letzten Jahres ein Stellen­anteil in der 2015 fusionierten Kirchen­gemeinde Georg Calixt.

Wie soll ich sagen? Vom Typ her bin ich vermutlich jemand, die eher veränderungs­­freudig ist. Und tatsächlich durfte ich mit jeder Veränderung lernen, dass alles seine eigenen Heraus­forderungen hat, trotzdem aber Wege gepfadet werden können, um das zu tun, was wichtig ist.

Und so schaue ich auch auf die Aufgaben der kommenden Jahre: Erst einmal ist es ganz wunderbar, Sie an dem ein oder anderen Ort kennen­lernen zu dürfen und gerne auch davon zu erfahren, was Ihnen auf dem und am Herzen liegt.

Gleich­zeitig bin ich gewiss, dass wir die alten Strukturen nicht aufrecht­erhalten können – und bleibe doch von Herzen überzeugt, dass die Verkündigung des Evangeliums an keinem Stein und an keinem Haushalt, sondern an uns als Christen­menschen liegt. Solange wir davon erzählen, worin unser Glaube uns stärkt, warum er die Füße auf weiten Raum stellt und den Kopf frei macht und weshalb es einen ungeheuren Wert hat, über das Leben auf Erden hinaus zu glauben und zu vertrauen, solange hoffe ich darauf, dass es Gott selbst ist, der sich die Seinen aus Steinen zu erwecken vermag (Lk 3,8). Er ist es, der unsere Herzen bewegt und uns in Bewegung bringt. Für das Evangelium. Für die gute Nachricht von einer Welt, in der wir auf das Heilige vertrauen und in der wir einander wichtig sind und auch uns selbst wichtig sind.

Wir werden, das denke ich wirklich, auch unter den neuen Bedingungen Wege finden, von dem zu reden, woran unser Herz hängt. Dabei sind wir nicht allein, sondern mit dem unter­wegs, der das sagt: „Siehe, ich mache alles neu“.

Eine herzliche Einladung zum Einführungs­gottesdienst von Frau Katja Witte-Knoblauch als Pröpstin in Königslutter am 22.02.2026 um 15 Uhr in der Stadtkirche. 

Beitrag von AKR
24.01.2026